
Velocanto-Velomobile
“Ein ehrgeiziger Zeitplan!” Dies ist der erste Eindruck, den man beim Blick auf die Planung des Velocanto-Ensembles gewinnt:
Fast jeden Tag zwei Konzerte, ganz nebenbei 60 bis 80 Kilometer auf dem Fahrrad, dazwischen Proben, Umziehen, Organisieren.
Das alles klingt ein wenig stressig.
Doch wenn man Velocanto begleitet, verfliegen solche Befürchtungen schnell: Es herrscht Urlaubsstimmung.

Kurze Lagebesprechung
Alle sind entspannt und gut gelaunt, der Umgang miteinander ist genauso herzlich wie der Empfang und die Aufnahme in den besuchten Gemeinden. Nach einer Stärkung mit hausgemachter Suppe, Schnittchen oder Kuchen ist wieder genug Kraft gesammelt für ein eindrucksvolles Konzert, bei dem der Funke schnell auf die Zuhörer überspringt. Einigen der Akteure ist die Anstrengung des Tages in den sonnengeröteten Gesichtern zwar anzusehen, aber beim Einsatz in den Michaeliskirchen sind alle wieder hoch konzentriert.
Da wird selbst der Ausfall der Orgel während des Konzerts durch eine spontane Reparatur nicht zum Problem, sondern liefert Gesprächsstoff, um noch bis spät in die Nacht mit den Gastfamilien zu klönen.

Pausen für's Lausen
Relaxen oder die Seele baumeln lassen? Viel Zeit bleibt dafür nicht, nur während der Radelpausen oder kurz vor oder nach den Konzerten sieht man mal jemanden im sonnenbeschienenen Gras liegen oder mit Cimba, dem jungen Welpen, spielen, der die Tour begleitet.
Aber alle sind froher Hoffnung, dass die Kraft trotzdem bis zum Kirchentag in Bremen reichen wird – die Kraft, die von der wunderbaren Idee ausgeht, Radfahren und Musik mit dem Besuch der Michaeliskirchen zugunsten von “Brot für die Welt” zu verbinden.
Hoffentlich kommen noch viele Menschen, um den verbleibenden Konzerten zu lauschen, um angesteckt zu werden von dieser wunderbaren Idee und der tollen Umsetzung durch Velocanto.
Euer Ulf